Atemschutz

Rettung einer Person durch einen ATS-Trupp Der Atemschutz hat in unserer Feuerwehr einen hohen Stellenwert. Diese Disziplin, von manchen als die höchste Ausbildungs- und Entscheidungsstufe für den "einfachen" Feuerwehrmann gesehen, wird von der Mannschaft nicht nur auf Grund der großen Erfolge bei den Atemschutzleistungsbewerben mit viel Akzeptanz und Ehrgeiz getragen. Diese Aktzeptanz schlägt sich nicht nur im relativ hohen Atemschutzträgeranteil, sondern in der gesamten Feuerwehr nieder.





Bezirksatemschutzleistungsabzeichen am 12. & 13. April 2008

Masken zusammenbauen Erstmals war es bei Wettkämpfen in Wallern auch möglich, das Atemschutzabzeichen in Silber abzulegen, jedoch mit der Vorraussetzung, dass man bereits das Abzeichen in Bronze besitzt.

Bei dem Bewerb mussten die Atemschutzträger ihr Wissen im Bereich Theorie in Form einer Befragung von 20 ausgewählten Fragen (aus insgesamt 80), Maskenkunde und praktisches Arbeiten unter Beweis stellen. Beim diesjährigen Leistungsbewerb traten insgesamt knapp 70 Gruppen zu je drei Mann an.

 

Anziehen will gelernt sein Auch 6 Männer (also zwei Trupps) der Feuerwehr Neudorf traten zur Prüfung an und hielten die Fahnen (die ja in den letzten Jahren bekanntlich unter einer ganz schön steifen Brise in den Neudorfer Gefilden wehten) hoch.

Ein Trupp mit den Kameraden Manuel Kusztrich, Thomas Rapp und Mario Schneider trat den Bewerb in der Leistungsstufe Bronze an und meisterte die Prüfung mit Bravour. Es schlichen sich nur minimale Fehler ein, sodass es für den 7. Platz reichte und der Tupp sich nun aus einem neu errungenem "Heferl" stärken kann.

 

Der zweite Trupp mit Christian Kalinka, Reinhard Mikula und Christian Rauch konnte die Leistungsprüfung in der Leistungsstufe Silber ebenfalls positiv absolvieren. Jedoch war auch hier der Fehlerteufel anwesend und so passierten auch diesem Trupp zwei kleine Fehler, worauf hin es aber trotzdem noch für den 12. Platz reichte.

Die Feuerwehr Neudorf kann mit recht wieder stolz auf seine Männer sein, denn nicht nur die gute Platzierung bei diesem Bewerb, sondern auch das Engagement und die geopferte Freizeit, welche die sechs Männer für die Vorbereitung dieser Leistungsprüfung aufgebracht haben, zeigt, dass die Feuerwehr Neudorf im Ernstfall stets auf gut ausgebildete und motivierte Männer zurückgreifen kann.



ALP in Halbturn am 14. April 2007

Wie alle Jahre zuvor stellten sich auch heuer wieder zwei hoch motivierte Neudorfer Trupps der Herausforderung. Heuer fanden die Leistungsbewerbe zum ersten Mal unter den neuen Bestimmungen des Landesfeuerwehrverbandes statt.

Die beiden Trupps, Neudorf I mit BM Thomas Blaskovich, BI Christian Kalinka und OFM Christian Rauch und Neudorf II mit OFM Manuel Kusztrich, LM Thomas Rapp und OFM Michael Szicherle traten um das Leistungsabzeichen in Bronze an.

Teil der Hindernisstrecke Der Bewerb gliedert sich in vier Abschnitte. Der erste Abschnitt beinhaltet das richtige Beantworten von 20 Fragen, die aus einem Pool von insgesamt 80 Fragen ausgelost werden. Der zweite Teil des Bewerbes besteht aus dem richtigen Zerlegen und wieder funktionstüchtigem Zusammenbauen der Atemschutzmaske. Unter schwerem Atemschutz muss im dritten Abschnitt eine Hindernisstrecke absolviert werden, die mit verschiedensten Aufgaben (im Dunkeln Gas-, Öl- und Elektroschalter finden und ausschalten, sowie in einem Schacht ein kaputtes Ölflansch reparieren) gespickt ist. Der letzte Teil der Prüfung besteht darin, unter schwerem Atemschutz eine verletzte Person (simuliert durch eine Puppe) durch einen Hindernisparcour im Dunkeln zu tragen und anschließend an den Parcour einen Flaschenwechsel auf dem Atemschutzgerät durchzuführen.


Neudorf I
Neudorf I hatte dieses Jahr jedoch ein wenig Pech. So kassierten sie bereits bei der Station "Masken" sowie bei den einzelnen Hindernisstrecken jeweils Fehlerpunkte, sodass sie schlussendlich nur 201 von 210 möglichen Punkten erreichten und es nur für den 25. Platz reichte.




Neudorf II Neudorf II arbeitete bis zum Schluss hervorragend, absolvierte alle Stationen ohne Fehler noch dazu in einer hervorragenden Zeit. Jedoch kurz vor Schluss verließ sie das Glück und bei einem Mann aus dem Trupp entwich aus noch unerklärlichen Gründen der Lungenautomat aus der Maske. Dieser Fehler ist bei den ALP leider ein "K.O."-Fehler, sodass der Trupp, trotz der vollbrachten Leistung, disqualifiziert wurde.

Obwohl die beiden Trupps vielleicht heuer nicht die erhofften Ergebnisse erzielen konnten, muss ihnen trotzdem ein großes Lob für die erbrachte Leistung und die geopferte Zeit für die unzähligen Trainings und Übungen ausgesprochen werden.



Trainieren für ALP

Übung macht ... Erster


Nachdem ja die Jungs der Feuerwehr Neudorf bereits des öfteren einen Spitzenplatz belegten und natürlich auch heuer wieder eine Kerbe in den Stolz aller anderen schlagen wollen, wird bereits seit Wochen unter schwersten und möglichst bewerbsnahen Bedingungen trainiert.






Zusammenhalten
Die stahlharten Körper der Antretenden zeigen mit Kraft-gestärkter Brust, dass es wieder einmal soweit sein könnte - nämlich sich vor all die anderen Versuchenden zu setzen und den ersten Platz für die FF Neudorf zu beanspruchen. Bei diesem Unterfangen kann man den Jungs nur viel Glück wünschen - und all den anderen, ihnen nicht in die Quere zu kommen ...




Sie sind eben doch die Besten!!!!

Dies ist die Geschichte, die man aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten könnte - der freudigen, ja fast euphorischen Stimmung, die uns jedes Jahr zur etwa selben Zeit zum verzückt schreienden "Hurra" bringt, oder der etwas gedämpften, ärgerlichen Ansicht einer unfairen Welt, die uns jedes Jahr zur etwa selben Zeit kaum einen 'zucker' der Mundwinkeln abverlangt. Wie es der einzelne betrachten will, obliegt jedem selbst, doch würde das verzückt schreiende "Hurra" mit Sicherheit mehr Freude im Leben bringen, als sich mit den Ungereimtheiten und Unverschämtheiten dieser Welt weiter auseinander zu setzen.

Doch warum dieser Anfall von freudiger Melancholie, wo man doch so stolz sein sollte auf unsere Männer?

Und so ist es auch - der Stolz hat die Überhand! Wieder einmal zeigten unsere topfiten, muskelbepackten Kraftpakete (?), wo der Bartl den Most herholt. Mit stolzgeschwellter Brust kann hier verkündet werden - SIE SIND ZWEITER GEWORDEN!!!!

Warum? Und eben hier liegt aber auch der Hund begraben - sie sind zweiter geworden. Und dies nicht zum ersten Mal. Beklagen freilich kann man sich ob so einer Platzierung natürlich nicht, doch wieso zum Geier will dieser erste Platz so selten nur in die Hände der Neudorfer ATS-Truppler fallen? Letztes Jahr siegte unsere Mannschaft mit haushohem Punktevorsprung, ging als klarer Favorit in das neue Jahr, legte einen fehlerlosen Lauf hin - und dennoch kamen die Männer mit den Marillen (soll heißen die Kittseer, weil die größte Marillengemeinde Österreichs), sahen und siegten. Einfach so. Und das mit Riesenvorsprung. Da sag noch einer, die haben nix in der Marille. Diese Kollegen aus Kittsee waren heuer wohl diejenigen, die dem Bartl erst den Weg zeigen mussten. Doch als gute Kameraden gratulieren wir natürlich an dieser Stelle zum verdienten Sieg in diesem Jahr.

Und so suhlen wir uns weiter in den zweiten Plätzen, warten auf das nächste Jahr, um einen neuerlichen Versuch zu starten, diesen Bann des Nicht-Gewinnen-Könnens zu brechen und all diejenigen, die den Neudorfer Wahnsinns-Trupp bereits als ewigen Zweiten deklassiert haben eines Besseren zu belehren.

Doch an dieser Stelle sei gesagt, dass diese freudige Melancholie durchaus ihre Berechtigung hat, wie man aus folgendem Sprichwort entnehmen kann:



Melancholie ist die Kunst, Trauer zu genießen.




Neudorf belegt den 2. Platz bei den 16. ATS Wettkämpfen in Andau

Nach dem erfolgreichen Abschließen unserer Atemschutz-Trupps bei den letztjährigen Wettkämpfen (Neudorf wurde Bezirkssieger), stellte sich die Frage, ob der Erfolg in diesem Jahr fortgesetzt werden könnte.

Zudrehen der Ventile Voll motiviert stellten sich die beiden Trupps der Herausforderung und schon nach den ersten beiden (der insgesamt 4) Prüfungsabschnitten sah es für den ersten Trupp (Christian Kalinka, Thomas Blaskovich, Rainhard Mikula) sehr gut aus. Leider mussten sie sich letztendlich doch dem sensationell gut vorbereiteten Trupp aus Kittsee geschlagen geben und belegten den 2. Platz in der Gesamtwertung. Der zweite Trupp (Wolfgang Eipeldauer, Manuel Kusztrich, Thomas Rapp) konnte sich erfolgreich auf Platz 12 positionieren.

No trink ma wos!

Nachdem ja jeder gewonnene Pokal genug Anlass zum Feiern bringt, wurde diese ausgezeichnete Platzierung noch bis in die frühen Morgenstunden im Feuerwehrhaus gefeiert.

Wir gratulieren beiden Trupps zu Ihrem Erfolg!




!!!! Neudorf ist Bezirkssieger !!!!

Anlegen des ATS-Gerätes Am 9. April 2005 fand der Bezirksatemschutzleistungsbewerb in Zurndorf statt. Die Feuerwehr Neudorf war auch heuer wieder bei diesem Ereignis zahlreich mit 3 ATS-Trupps vertreten. Atemschutztrupps bestehen jeweils aus 3 Mann, nämlich Neudorf 1 mit Andreas Eipeldauer, Michael Szicherle und Philipp Tröstner, Neudorf 2 mit Thomas Blaskovich, Reinhard Mikula und Christian Kalinka und Neudorf 3 mit Wolfgang Eipeldauer, Manuel Kusztrich und Thomas Rapp.

ATS-Parcours

Alle Atemschutzgeräteträger zeigten hervorragende Leistungen. Überdurchschnittliche Leistung jedoch erbrachte der Trupp Neudorf 2 mit einer fehlerlosen Leistung und einer Restzeit von mehr als 1055 Sekunden. Die Jahre zuvor erreichten die ATS-Träger dieses Trupps hervorragende zweite und dritte Plätze. Es fehlte jedoch immer das bisschen Glück, um den Bezirkssieger zu stellen.


Doch heuer war es soweit, Neudorf erreichte mit über 100 Sekunden Vorsprung den ersten Platz, und stellt somit den Bezirkssieger 2005. Über den großen Erfolg freuten sich jedoch nicht nur die Atemschutzträger selbst, auch der Kommandant und sein Vertreter waren stolz auf ihre Feuerwehrmänner. Der Erfolg wurde bis spät in die Nacht gefeiert.



Atemschutzleistungsprüfung des Bezirkes Neusiedl am See

Auch heuer konnte die Feuerwehr Neudorf wieder zur Atemschutzleistungsprüfung des Bezirkes Neusiedl am See einige Trupps anmelden. Heuer fanden sich sogar drei Trupps, soviele wie noch nie, die ihr Können unter Beweis stellen wollten. Keine andere Gemeinde des Bezirkes konnte eine so hohe Anzahl an Atemschutzgeräteträgern zur Atemschutzleistungsprüfung melden.

ATS-Trupp beim Ablegen der ATS-Geräte Schon in den vergangen Jahren wurden großartige Ränge erreicht, sodass die Trupps aus Neudorf auch wieder zu den Favoriten zählten. Nachdem Trupp Neudorf 2 den Bewerb fehlerfrei absolvierte war klar, dass es auch heuer wieder für einen Spitzenplatz reichen würde. Als dann auch noch Trupp Neudorf 3 fehlerfrei arbeitete, war die Sensation perfekt.

Am Ende mußten sich die Trupps aus Neudorf nur dem Trupp aus Edelstal um 11 Sekunden geschlagen geben. Außer den drei erstplatzierten konnte kein anderer Trupp des Bezirkes alle Aufgaben fehlerfrei lösen.

Zwischenzeitlich kam Hektik in den Bewerb, als die Bewerber zum Großbrand eines Waffengeschäftes in Neusiedl am See abgezogen wurden. Auch Mitglieder der Feuerwehr Neudorf unterstützten die Kollegen aus Neusiedl am See beim Einsatz, bei dem immer wieder durch die große Hitze hervorgerufen, gelagerte Patronen aufplatzten und so Querschläger die Arbeiten der Feuerwehrmänner sehr gefährlich gestalteten.



Atemschutzübung im Angererdorf

Abseilen von einem Gebäude Die "beste Atemschutzübung" im Jahr wurde nun schon zum dritten Mal abgehalten. Unter dem Titel: "Rettung von verletzten Personen und/oder verletzten Truppmitgliedern unter Atemschutz aus Höhen" konnten sich die meisten Teilnehmer nichts vorstellen. Der Organisator und Leiter OLM Samwald, der auch Angehöriger des Bundesheeres ist (ABC Abwehr...) ließ es sich nicht nehmen und veranstaltete die Übung wieder auf dem Truppenübungsplatz Bruckneudorf. Die Anlage wird zur Simulation von Stellungs- und Häuserkampf verwendet. Das Gebäude, an dem wir die verschiedenen Techniken zur Selbst- und Personenrettung übten, wurde aus Stahlbetonplatten gebaut. Da es am Tag der Übung sehr kalt war und es leicht nieselte, waren die Wände sehr glatt. Diese Tatsache erschwerte das Abseilen, ließ aber auch amüsante Situationen entstehen.

Gemeinsames AbseilenAnnahme war, dass der Rückzugsweg durch widrige Umstände versperrt war und sofortiger Rückzug angeordnet wurde. Die einzige Lösung ist der Weg über den Balkon bzw. aus dem Fenster. Mit den Mitteln der Feuerwehr wie Feuerwehrgurt und Rettungsleine gibt es durchaus einige Möglichkeiten, schnell das Gebäude zu verlassen. Als erstes wurde die Methode "Fast dropping" beübt. Bei dieser Variante ist ein Erlassen des voll einsatzfähigen Trupps in ca. 15 Sekunden möglich. Für viele bedeutete diese Variante allerdings viel Überwindung, da keine Sicherung vorgesehen war. Die zweite Methode war das Abseilen mittels eines "Abseilachters". OLM Samwald legte den Teilnehmern einen Kauf dieser Geräte nahe. Sie erhöhen die Sicherheit bei der Flucht und sind mit ca. 15-20 Euro je Stück nicht sehr teuer.

Abseilen Bei dieser Methode muß der gesamte Trupp wieder vollständig einsatzfähig sein. Bei der abschließenden Übung unter schwerem Atemschutz war dies die bevorzugte Variante der einzelnen Trupps. Bei der Kameradenrettung wurde eine recht einfache Lösung gezeigt: Mit zwei bzw. einer doppelt gelegten Rettungsleine konnte ein verletztes Truppmitglied oder eine verletzte Person einfach und schnell aus dem Gefahrenbereich gebracht werden. Sichern Die Methode der Rettung mit dem Rettungstuch ("Rettungswindel") wurde schon letztes Jahr vorgezeigt. Zum Abschluß der Übung wurde noch in einem anderen Gebäude eine Wohnung mittels Nebelgerät unter "Rauch" gesetzt. Aufgabe der Trupps war es, eine verletzte Person aus der Wohnung zu bergen. Da die Wohnung keiner der Teilnehmer kannte, war dies eine willkommene Übungseinlage.

Fazit: Jeder Teilnehmer war von dieser Art der ATS Übung begeistert. Die Möglichkeiten mit dem Feuerwehrgurt, der schon von vielen Kameraden als lästig bezeichnet wird, sich selbst in Sicherheit bringen zu können, eröffnete vielen Kollegen einen neuen Zugang zu diesem Gerät.