Feuerwehrball am 05. Jänner 2008
Lasst uns beginnen ...
... und das tut man ja bekanntlich am Anfang. Es fing damit an, dass man beschloss, einen Feuerwehrball zu veranstalten. Schließlich
lechzten die Neudorfer regelrecht nach den funktionierenden Regeln eines jeden Balles: das Abtanzen, das "Pudlstehn" (hier werden die
Regeln allerdings des öfteren ... gebogen), das Herausputzen, das Tischsitzen. Weiters war der See der Bälle in den letzten Jahren
nicht gerade gut gefüllt ...
All dies bot den Neudorfern (und natürlich auch den auswärtigen Gästen) genug Anlass, sich in die nobelsten Stoffe zu hüllen (die übrigens nicht immer alles verhüllten, wofür sie gemacht wurden), die heimischen vier Wände zu verlassen und sich auf der Welle der guten Stimmung zum Ort der Veranstaltung tragen zu lassen.
Ein weiterer Anreiz, sich schick zu machen und sich den Ball auf keinen Fall entgehen zu lassen, war eine Art von Tanz, den es
bei einem Ball in Neudorf noch selten bis gar nicht gegeben hatte - nämlich die Eröffnung.
Es fanden sich 14 Paare, die - manche
mehr und manche weniger und manche gar nicht - tanzenden, aber wohl bedächtigen Schrittes in die Hallenmitte schritten und eine
einstudierte Choreografie zum Besten gaben. Wahrlich eine Glanzleistung wenn man bedenkt, dass viele der Beteiligten die Zeile mit
dem "manche" eher gegen ihr Ende anpeilten. Der Leiter dieses Spektakels, ein gewisser Viko G., brachte den tanzenden Silberhelmen
einen bemerkenswerten Ablauf von durchaus vielen Schritten bei, die in ihrer Ganzheit betrachtet ein Bild von gewissem Edelmut
erzeugten. Es sei festgehalten - die Polonaise war ein echter "Hingucker".
Die Neudorfer Veranstaltungshalle bot - natürlich reichlich dekoriert und behängt - den zahlreichen Ballbesuchern genügend Raum
und Freiheit, sich regelkonform zu verhalten, was manchmal dazu führte, dass die Tanzfläche drohte, aus allen Nähten zu platzen.
Die Musiker der B50-Combo versorgten das Publikum mit reichlich Schlagern aus allen heimischen Gefilden und wollte auch noch
weiterspielen, als der Ball bereits für beendet erklärt wurde. Dies geschah übrigens erst in den sehr späten Morgenstunden, als die
überraschenderweise noch recht zahlreichen stehenden Personen ihrer Wege gegangen wurden.
Um die Geisterstunde beging man die allseits bekannte und für die Gewinner auch beliebte Tombola-Verlosung. Es war einiges
auszuschütten, vieles wechselte in die Arme eines neuen Besitzers, doch manche Arme eines Besitzers hatten das besondere Glück,
vieles zu empfangen. Doch sei's drum - man bedankt sich an der Stelle bei all den Spendern, die die Preise zur Verfügung gestellt
haben und freut sich mit all jenen, die die Preise in Verwahrung genommen haben!
Für Speis und Trank sorgte ein ebenfalls allseits bekannter und wohl auch beliebter (geliebter vermag ich nicht zu sagen)
4-Hauben-Taucher. Mit frisch gekochtem Allerlei begeisterte er die Ballgeher, die sich nach dem Genuss der edlen Speisen für eine
Weile in Ballsteher bzw. in gar krassen Fällen in Ballsitzer verwandelten.
G(h)andi sei Dank!
Auch brachte der Feuerwehrball in diesem Jahr ein Geburtstagskind hervor, welches man als durchaus überrascht von der Ehrung
bezeichnen könnte. Der Jubilar, auch bekannt unter dem Namen Johann K., war sichtlich gerührt und freute sich - nach anfänglichem
Entsetzen - über die Gratulationen. Schließlich bemühte sich der ganze Saal auf die Beine und gab ein klangvolles "Zivio" zum Besten,
welches ein Geburtstagsständchen in kroatischer Sprache darstellt (für alle, die's nicht wissen - Neudorf ist eine kroatische Gemeinde).
Der Ball ist zu Ende, die Menschen zufrieden, der See der Bälle hält wieder bei einem gewissen Mindestmaß, man freut sich auf das nächste Jahr. Ein großer Dank sei an all die Besucher ausgesprochen, die sich die Zeit, die Laune, die Sportlichkeit, den Willen zu Tanzen, den Hunger wie auch den Durst genommen haben, um diesen Ball zu einem gelungenen Event zu machen. Und hoffentlich beehrt man sich im nächsten Jahr in gleichem Ausmaß wieder und lässt sich von nichts abschrecken!