Feuerwehrball 14. Februar 2009
Der Ball war rund
Rund ist ja bekanntlich eine gute Sache. Viele runde Dinge erleichtern einem das Leben. Wieso also soll ein Ball nicht "rund" sein? In den folgenden Zeilen wird sich herausstellen, wie rund die Sache nun denn wirklich war.
Wie auch schon im letzten Jahr die fulminante runde Sache der Polonaise unter der Leitung von Kamerad Viktor Golumba ein absolutes Highlight des Balles war, entschied man sich auch in diesem, die Eröffnung mit der Polonaise zu gestalten. Nach den einleitenden Worten des Feuerwehrkommandanten Christian Mikula startete schließlich die Stunde der Polonaisinger.
Die zahlreichen Feuerwehrkameraden angelten sich einige der schönsten Fänge und schritten mit geschwellter Brust der Eröffnung entgegen. Man formierte sich, um sich dem Publikum - an dieser Stelle ein herzlicher Dank an alle jene, die den Weg zum Ball der Feuerwehr Neudorf gefunden haben - zu präsentieren. Mit Beginn der Musik schlug auch der Takt der Herzen höher - sowohl jene der Tänzer als auch die der Zuschauer, besonders aber jenes des lieben Viko. Aber die Erhöhung des Herzinfarktrisikos wäre nicht von Nöten gewesen - es gab keinerlei Zwischenfälle, kein falscher Schritt beging die Polonaise.
War die Polonaise vorbei, folgte der Walzer. Walzer heißt, sich mit dem Partner mittels eines bestimmten Schrittes um die eigene Achse zu drehen. Einigen gelang dies, anderen wiederum war die Prozedur nicht ganz so klar. Trotz allem gab es frohe Gesichter, Heiterkeit und gute Stimmung. Alles in allem eine runde Sache - sagen wir so rund wie unser Planet Erde, bloß an den Polen ein wenig abgeflacht ...
Während und natürlich auch nach der Polonaise wurde bereits kräftig an den Essensvorräten des Küchenchefs "Gandi" genagt. Die Teller verließen die Küche wie am Fließband und fanden ihren Weg zu den jeweiligen Hungernden. Jeder der leeren Münder konnte mit wohlgeformten Portionen gefüllt werden, schließlich wußte der Küchenchef um den Appetit der Anwesenden Neudorfer.
War das Mahl vorbei, folgte ebenfalls der Walzer. Hier fanden sich durchaus die Routiniers bunt gemischt mit den wilden Kerlen wider. Die Musik des "Fuhrmann-Trios" (welche übrigens völlig der Spiellaune erlagen und kaum mehr zu bremsen waren, schließlich spielten sie bis in die späten Morgenstunden) verlangte nach runden Sachen. Die "Drahra" bestimmten das Parkett, die Gäste des Balles "drahten" sich dermaßen, dass sich viele von ihnen in völliger Orientierungslosigkeit plötzlich an der Bar widerfanden. Und diese war - und das kann anhand der Fotos bestätigt werden - den ganzen Abend wie auch den ganzen Morgen lang ausgebucht. Vier Reihen stehender Gäste mussten durchbrochen werden, bevor man seine Bestellung abgeben konnte. Ein schier unglaubliches Spektakel. Am frühen Morgen (soll heißen so gegen sechs) schließlich musste man aufgrund mangelnder Flüssigkeiten jeglicher Art die Bar sperren.
Freilich gab es auch etwas zu gewinnen. Jeder der Gäste hatte die Möglichkeit, sich mittels gekaufter Lose das Glück an seine Seite zu stellen und der Verlosung entgegen zu fiebern. Es gab dermaßen viele Preise, das beinahe jeder der Gäste etwas gewinnen konnte. Ein großer Dank sei allen Spendern ausgesprochen, die sich der Mühe und der Kosten nicht zu schade waren und der FF Neudorf etwas zur Verfügung stellten.
Nun denn, schließlich kam die Stunde der Verlosung und es wurde ein Preis nach dem nächsten verlost. Unter dem wachsamen Auge des Vizekommandanten Christian Ladich wurde von den entzückenden Glücksengerln ein Los nach dem anderen aus der Trommel gezaubert. Zwischendurch muss wohl unser Verwalter Sigo Flenreisz, der die Trommel bediente, an die Musik des Furhmann-Trios mit ihren "Drahrern" gedacht haben, da er die Trommel dermaßen "drahte", dass die Klappe aufging und die Lose sich quer übers Parkett verteilten ...
Schließlich kam man den Hauptpreisen näher und die Nervosität der Gäste stieg ins Unermessliche. Es ging bereits um den letzten Preis - und siehe da, der ehemalige Vizekommandant und nun Vizekommandant auf Lebenszeit Eduard Loncsar konnte sich behaupten und gewann den Hauptpreis im Wert von beinahe € 600,-- , welcher von einem Kameraden der Neudorfer Feuerwehr gespendet wurde.
Nun denn, es wurde daraufhin weiter gefeiert, getanzt, man unterhielt sich angeregt an den Tischen - ohne Zweifel kann man von einer runden Sache für die Gäste der Feuerwehr Neudorf sprechen. Und somit stellt sich heraus, dass die Feuerwehr Neudorf wohl einen Ball auf die Beine gestellt hat, den man gerne und ohne Bedenken im nächsten Jahr wieder besuchen sollte, da man nun weiß, dass es sich um eine runde Sache handelt und runde Sachen bekanntlich gut sind.
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