Fahrzeuge

LF (Löschfahrzeug)



Der Weg zum Glück

Vize Christian Kalinka

Der Weg zum Glück begann bereits vor vier Jahren, wo ich bei einer unserer Hauptdienstversammlungen der Gemeinde unterbreitete, dass wir in nächster Zeit ein neues Auto bräuchten, da unser MTF (VW Bus) bereits mit drei Reifen in der Grube stünde. Nach einiger Zeit also willigte die Gemeinde ein und stimmte dem Ankauf eines neuen Feuerwehrfahrzeuges zu.



Während dieser vergangenen vier Jahre hatte ich mich bereits schlau gemacht bezüglich Angeboten auf dem Markt und in welcher Zusammenstellung es für unsere Wehr am besten und vor allem kostengünstigsten wäre. Ein Ankauf eines neuen MTF (also eines Transportbusses) schied bereits im Vorhinein aus, da wir laut bgld. Feuerwehrgesetz eine Mindestausrüstung in Form eines TLF 1000 (bereits vorhanden) und eines KLF (KleinLöschFahrzeug - Minimum) haben müssen. Nach eingehender Recherche also kam ich auf unser heutiges LF (LöschFahrzeug), da es zahlreiche Vorteile gegenüber dem KLF hat. Einer der Hauptgründe war, dass das zulässige Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen wesentlich höher als bei einem KLF angesiedelt ist, was uns erlaubt hat, auch für die Zukunft zu planen (z.B. hydraulischer Rettungssatz für die vermehrt auftretenden Unfälle auf der B10 und auch für die Autobahn A6).

Nachdem es sich allerdings immer noch um ein Feuerwehrfahrzeug handelte, wurde auch die Mannschaft in die Anschaffung mit einbezogen. So wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die Einsatzgebiete und Aufgaben von heute wie auch in der Zukunft erörterte. Diese Gruppe kam allerdings auf dasselbe Ergebnis wie ich, nämlich dass ein LF für uns die beste Lösung in Bezug auf Anschaffungspreis und Zukunftsorientiertheit darstellt.

Um sich mit der Gemeinde zu einigen, benötigte es einiger Sitzungen, doch schließlich waren auch sie der Meinung, dass das ausgesuchte LF den Standards und Anforderungen der heutigen Zeit am besten entspräche. Es musste allerdings noch Ende 2005 bestellt werden, da im darauffolgenden Jahr ein gewaltiger Kostenanstieg bezüglich Anschaffungspreis zu erwarten war. Nachdem ich ja bereits das komplette Konzept ausgearbeitet hatte und es auch von den Vertretern der Gemeinde akzeptiert wurde, war die Bestellung nur mehr Formsache. So bestellten wir schließlich Ende 2005, am 20. Juli 2006 wurde geliefert und am 23. Juli 2006 eingeweiht.





Technische Daten

Fahrgestell

- Iveco Daily 65C17 mit 166 PS
- Zulässiges Gesamtgewicht 6,5 To
- Besatzung 9 Mann

Ausstattung

- Lautsprecheranlage für Durchsagen
- Umfeldbeleuchtung
- Verkehrsleiteinrichtung im Heck mit 5 verschiedenen Einstellmöglichkeiten
- Elektrische Trommelseilwinde mit bis zu 3,6 to Zugkraft
- 11 kVA Notstromgenerator (effektive Leistung: 8800 Watt)
- Pneumatischer Lichtmast mit 4x 1000 Watt Fluter für eine Ausleuchtung von 360°
- Grindex Tauchpumpe (~ 1000 l/min)
- Gefährliche Stoffe - Erstmaßnahmenset
- Verschiedene technische Anschlagmittel
- Motorsäge
- 2 Hohlstrahlrohre
- 240 m B-Schläuche
- 150 m C- Schläuche
- Lohr-Magirus Tragkraftspritze (TS) 12 (~ 1200 l/min)
- Halterung für 3 ATS-Geräte inkl. 3 Reserveflaschen
- Notfall - Sanitätsrucksack
- 2 x 9l Schaum, 1 x 12kg Pulver, 1 x 5kg CO² Löscher
- Kugel & Maul Anhängevorrichtung




Fahrerseite








Beifahrerseite






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