Übungen der Ortsfeuerwehr Neudorf 2003 / 2004
Da die Feuerwehr Neudorf aufgrund der Größe und der Einwohnerzahl der Gemeinde nur wenige Einsätze hat, sind regelmäßige Übungen und Schulungen von großer Wichtigkeit. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, sind unsere Übungen stets sorgfältig und so realitätsgetreu wie möglich ausgearbeitet.
Maschinisten und Fahrerschulung am 28. Feber 2004
An diesem Schulungstag standen die Punkte Gesetze und Verhalten der Einsatzfahrer, sowie auch die gesamte TLF Beladung am Plan. Bei den Gesetzen und Verhalten der Einsatzfahrer legte der Gerätewart besonderen Wert auf das Verhalten bei Einsatzfahrten. Er gab Tipps, wie man am sichersten Weg die Mannschaft und das Gerät an den Einsatzort bringt. Des weiteren wurden auch die Punkte "wann darf ich mit Blaulicht fahren" und die Mitnahme von Privatpersonen bei Probefahrten behandelt.
Bei der TLF 1000 Beladungsschulung wurden das erste mal neue Vortragende aus den Maschinisten ausgesucht, welche die Platzierung der Geräte den Kameraden näher erläutern sollten. Die drei Maschinisten - Philipp Tröstner, Georg Kalinka und Manuel Kustrich - wiesen ihre Florianikollegen bestens in die Beladung unseres TLF 1000 ein.
Maschinisten und Fahrerschulung am 01. Feber 2004
Die Einsatzfahrer wurden bei dieser Schulung näher auf die Vorhaben im Jahr 2004 sowie auch auf die Aufgaben bei Probefahrten hingewiesen.
Bei der Maschinistenschulung wurden grundlegende Punkte der beiden Pumpen Lohr - Magirus TS 10/12 und der Ziegler HMP 10/16 40/250 wiederholt. So wurden die Bezeichnungen, Leistungen und Besonderheiten der Pumpen wieder erwähnt und bei den Maschinisten erneut ins Gedächtnis gerufen.
Inspizierung am 07. Juni 2003
Die
von der Feuerwehr Neudorf ausgearbeiteten Pläne für einen Brand im Kindergarten
wurden als Grundlage für die diesjährige Inspizierung genommen. Dargestelltes
Szenario war ein Brand in der Küche des Kindergartens, wobei eine Person
vom Brandrauch eingeschlossen wurde. Der Brand begann sich weiter im
Gebäude auszubreiten.
Die Feuerwehr Neudorf führte die Übung mit 17 Mann durch. Die Witterung
war sehr gut. Allen Kollegen stand bei über 30 Grad der Schweiß auf
der Stirn. Der Abschnittsbrandinspektor Dietz Rudolf zeigte sich zufrieden
mit der dargebotenen Leistung und lobte die Mannschaft.
Besuch mit Übung im Kindergarten
Im
Zuge des Feuerwehrprojektes "Einsatzkoffer neu" wollten wir unsere,
dem Umbau des Kindergartens angepaßte Taktik überprüfen und bei den
kleinsten aus unserer Gemeinde auf sehr einfachem Niveau erste Schritte
im Bereich der Brandschutzerziehung machen.
Die Vorbereitungen liefen auf vollen Touren. Keiner der Feuerwehrmitglieder hatte Erfahrung mit kleinen Kindern. Der Kindergarten wurde in der Vergangenheit zwar oft beübt, doch mit den Kindern gemeinsam wurde noch nichts unternommen.
Auf www.fireworld.at war ein Bericht über eine junge Feuerwehrkollegin, die auch Kindergartenpädagogin ist. Sie hatte über einen längeren Zeitraum das Thema Brandschutzerziehung bei den Kindern durchgenommen. Mit diesem Erfharungsbericht konnten auch wir ein kurzes Konzept erarbeiten, in dem wir den Kindern die wichtigsten Dinge erleutern konnten.
Um
den Kindern eine Notfallsituation zu veranschaulichen, verwendeten wir
ein Puppenhaus. Vater, Mutter und Kind waren dabei die Akteure. Die
Kinder richteten gemeinsam mit einem Feuerwehrmitglied das Puppenhaus
ein. Dadurch wurden erste Schwellenängste abgebaut und ein Vertrauensverhältnis
zwischen Kindern und Feuerwehrmitglied geschaffen. Der Brand des Fehrnsehapparates
machte es dem Kind unmöglich aus dem Zimmer zu fliehen. (Stockhaus)
Die Eltern konnten auf Grund der starken Rauchentwicklung (wurde mit
Watte simuliert) nicht zum Kind vordringen. Die einfachsten Schutzmaßnahmen,
wie das Abdichten der Tür des Zimmers, sowie laut beim Fenster um Hilfe
zu schreien, konnte so von einem Großteil der Kinder auch verstanden
werden.
Danach
wurde versucht den Kindern die Angst vor einem Atemschutzgeräteträger
zu nehmen. Die gesamte Ausrüstung wurde auf den Boden vor den Kindern
aufgelegt und ihnen gezeigt. Jedes Gerät wie Helm, Handschuhe, Maske
(!) usw. konnten die Kinder selbst ausprobieren. Dadurch wurde die Angst
vor dem Umbekannten etwas genommen. Alle vorgeführten Geräte wurden
von einem zweiten Feuerwehrangehörigen aufgenommen bzw. angezogen, sodass
am
Ende ein komplett ausgerüsteter Atemschutzgeräteträger vor den Kindern
stand. Interessant war, dass die Kinder die "Verwandlung" des Atemschutzgeräteträgers
aufmerksam und scheinbar ohne Angst verfolgten. Als aber der Lungenautomat
angeschlossen wurde und die Atemgeräusche hörbar wurden, hatten die
Kinder plötzlich Angst. Hier ist auf jeden Fall noch viel Aufklärungsarbeit,
besonders von den Kindergartenpädagoginnen, zu leisten.

Die anschließende Übung verlief nach Plan. Unser Evakuierungsplan konnte
ohne Probleme in der Wirklichlichkeit umgesetzt werden. Besonders lehrreich
war die Übung für die Kindergartenleiterin, da sie sich bisher noch
nicht praktisch mit der Evakuierung auseinandergesetzt hat.