Wolfgang Eipeldauer, 14. April 2007


Die fröhlichen, lachenden Gesichter, die um diese Jahreszeit allseits vorherrschen, erfuhren eine so tiefgreifende Traurigkeit, dass man es kaum fassen, noch viel weniger begreifen kann.

Unser Kamerad - Wolfgang Unser aller Freund und Kamerad Wolfgang, den viele von uns schon seit frühesten Kindheitstagen kennen bzw. auch ein Großteil seiner Feuerwehrkameraden im gleichen Alter sind, wurde mit einem Schlag aus dem Leben gerissen. Der begeisterte Motorradfahrer musste seinem Hobby Tribut zollen und verstarb am 14. April 2007 bei einer Ausfahrt, wie er bereits viele unternommen hatte.

Der 26jährige war gerade im Begriff, sich sein eigenes Leben aufzubauen, war in einigen Vereinen bzw. auch der Gemeinde tätig, hatte vor kurzem geheiratet und wollte in einigen Wochen mit dem Bau eines Hauses beginnen. Als ehemaliger Zugskommandant war er natürlich auch ein fester Bestandteil der Neudorfer Feuerwehr, die er so gut wie möglich unterstützte. Mit zahlreichen Teilnahmen an Wettbewerben und seinem theoretischen wie auch praktischen Wissen über das Feuerwehrwesen war er eine wichtige Figur innerhalb unserer Wehr.

Wie ist es nun möglich, dass ein junger Mann mit jeglicher Perspektive so abrupt aus dem Leben geholt ... nein ... wahrlich gerissen wurde? Darüber nachzudenken erfordert viel Kraft, die einem bisweilen einfach abhanden kommt und sich in blankes Unverständnis wandelt. Und eben dieses Unverständnis steht vielen der Angehörigen wie auch den Ortsansässigen in Form von blankem Entsetzen ins Gesicht geschrieben.




Er hinterlässt ein Frau, die jegliche Form von Schmerz in sich vereint und damit kämpft, diesen überhaupt zu ertragen.


Er hinterlässt eine Familie, deren Harmonie und Fröhlichkeit nun unendlicher Trauer weichen musste.


Er hinterlässt eine Gemeinde, die schockiert über die Ereignisse in sich zusammengesunken ist.


Und vor allem hinterlässt er eine Lücke. Eine Lücke, die wohl niemand in der Lage sein wird, auszufüllen. Nicht heute, nicht morgen, und auch nicht im nächsten Jahr ...



Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, die ihren Freund, Kollegen und Partner in ewiger Erinnerung behalten werden, verabschieden sich mit einem letzten Gruß:


"Ein letztes 'Habt Acht', dem Kameraden - Feuerwehr, 'Habt Acht'!"